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International Law

: Handakte WebLAWg

Product Placement

By Handakte

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Product Placement – das ist die geschickte Platzierung bestimmter Waren, beispielsweise in Kinofilmen. Sportwagen, Armbanduhren und andere Konsumgüter werden auf diese Weise seit Jahrzehnten werbewirksam in Szene gesetzt. Die Werbebranche erhofft sich durch diese Verknüpfung von Handlung und Produkt positive Effekte. Im deutschen Fernsehen war diese Art der Produktwerbung bislang verboten.

Hintergrund war das im Rundfunkstaatsvertrag festgeschriebene Verbot der Schleichwerbung. Doch ab dem 1. April 2010 wird Product Placement in bestimmten TV-Formaten durch eine Änderung des Vertrags legalisiert. Die Auswirkungen dieser Legalisierung hat der Göttinger Jurist Jannis Müller-Rüster in seiner Dissertation “Product Placement im Fernsehen” untersucht.

Mit dem geänderten Rundfunkstaatsvertrag setzen die für die Rundfunkgesetzgebung zuständigen Bundesländer eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2007 um, mit der die EU bestimmte Mindestvoraussetzungen für den Einsatz von Product Placement vorgibt, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Durch diese Legalisierung fällt ein elementarer Teil des bisherigen Rundfunkrechts weg – die strikte Trennung von Werbung und Programm. Diese Änderung beurteilt Müller-Rüster kritisch: “Die Zulassung von Product Placement steht mit dem Ziel der Meinungsvielfalt und der freien Meinungsbildung in Konflikt. Sie fördert die Ausweitung von Kooperationen zwischen Werbewirtschaft und Programmverantwortlichen und begünstigt dadurch eine direkte Beeinflussung der Programminhalte”, so der Rechtswissenschaftler. “Es besteht die Gefahr, dass die Produktplatzierung von den Zuschauern trotz Kennzeichnung nicht als Werbung erkannt, sondern mit redaktionellen Inhalten verwechselt wird”, betont der Jurist. In seiner Dissertation untersucht Müller-Rüster das Phänomen Product Placement zunächst aus Product Placement im Fernsehenwirtschaftlicher und werbepsychologischer Sicht und vergleicht die alte Rechtslage mit der neuen. Dabei arbeitet er die wesentlichen Neuerungen heraus und spricht Fragen der Auslegung und Schwachpunkte der Regelung an. Zudem werden die Vorschriften zum Product Placement einer kritischen Analyse im Hinblick auf die Rundfunkfreiheit unterzogen. (…)

Quelle: idw-online vom 30.03.2010


Full post as published by Handakte WebLAWg on March 30, 2010 (boomark / email).

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